CBD und seine Wirkung auf Krebszellen

Neuere Studien lassen hoffen: Cannabidiol, welches die meisten als Inhaltsstoff im CBD-Öl kennen, soll eventuell einen hemmenden Einfluss auf Krebszellen ausüben können. Sollte CBD sich tatsächlich als in der Krebsprävention- und Behandlung als therapeutisch wirksam erweisen, wäre vielen Betroffenen sehr geholfen. Denn immerhin bestätigte die WHO unlängst seine Ungefährlichkeit in Sachen Nebenwirkungen und Suchtpotential.

 

CBD und die Nebenwirkungen der herkömmlichen Krebstherapie

 

Schulmedizinisch wird Krebs vor allem mittels Chemo- und Immuntherapie, Bestrahlung und, wenn möglich, Operationen zu Leibe gerückt. In der Naturheilkunde sind Erwärmungs- und Misteltherapie für ihre zeitweiligen Erfolge in der Krebsbehandlung bekannt geworden. Doch sind gerade die schulmedizinischen Methoden meist mit zahlreichen unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Bereits hier soll das Cannabidiol helfend eingreifen können. Immer wieder berichten Betroffene, dass sich nach der Einnahme eines hochdosierten CBD-Öls Anfälle von Übelkeit, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen stark reduzierten und sie sogar wieder neuen Appetit empfanden. Da CBD auch als angst-, schmerz- und krampflösend gilt und sich günstig auf Depressionen und Schlaflosigkeit ausüben soll, scheint es sich als echte Alternative zur begleitenden Behandlung bei einigen Krebsarten zu entpuppen. Doch welches therapeutische Potential steckt außerdem noch im CBD, das als Nahrungsergänzungsmittel in Form von CBD-Öl buchstäblich in aller Munde ist?

 

CBD als Angiogenese-Hemmer

 

Bereits vor rund 70 Jahren stellte man das erste Mal eine krebszellhemmende Wirkung von Cannabis fest. Tatsächlich belegen etliche Studien, dass Cannabidiol einen wachstumshemmenden Einfluss auf verschiedene Krebszellen ausüben kann. Darunter sollen sich vor allem die Krebszellen bei Gebärmutterhals- und Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern als empfindlich gegen CBD erwiesen haben. Aber auch einige Formen von Blutkrebs und maligne Hirntumoren sollen für die Behandlung mit CBD empfänglich sein. Womöglich kann CBD in den Stoffwechsel der Krebszellen eingreifen und so das Krebszellenwachstum hemmen. Cannabidiol soll nämlich die Angiogenese des Tumors verhindern können. Als Tumor-Angiogenese wird die Bildung von Blutgefäßen bezeichnet, durch die auch Tumorzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. CBD als möglicher Angiogenese-Hemmer scheint diese Gefäßneubildung zu verhindern, indem es dafür sorgt, dass sich die Tumorzellen nicht an die Gefäßwände „anschließen“ können. Somit wird der Tumor nicht mehr ausreichend versorgt, was ihn wahrscheinlich am Zellwachstum hindert. Ob ein niedrig dosiertes CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel hier zumindest präventiv Einfluss nehmen kann, müssen zukünftige Untersuchungen zeigen.

 

CBD: Das verkannte Cannabinoid

 

Im Jahre 2018 wurde eine britische Studie veröffentlicht, in deren Verlauf der Effekt von synthetisch hergestelltem CBD auf an Krebs erkrankter Patienten untersucht wurde. Hier kam es bei etlichen Patienten zu signifikanten Verbesserungen. Bei einem Patienten konnte sogar eine 60%ige Abnahme der Tumormasse festgestellt werden. Aktuelle und zukünftige Studien mit CBD – ob synthetisch hergestellt oder aus dem Medizinalhanf gewonnen – werden mit Sicherheit mehr interessante Ergebnisse bringen. Dies wird auch das beliebte CBD-Öl aus dem Nutzhanf erneut ins Rampenlicht stellen, auch wenn dies als Nahrungsergänzungsmittel nicht als therapeutisch wirksam beworben werden darf. Dennoch berichten viele Anwender nach wie vor von positiven Erfahrungen, auch wenn dies von Seiten der Schulmedizin nicht immer ernstgenommen wird. Viele Pflanzen sind früher und noch heute ähnlich belächelt worden. Dennoch dienen sie als Vorreiter für zahlreiche medizinisch relevante Produkte – man denke nur an die Salicylsäure (im Aspirin) aus der Weidenrinde, das Johanniskraut, die Ringelblume und andere Pflanzen, die auch aus der Schulmedizin nicht mehr wegzudenken sind.

 

CBD und Krebszellen:
Erster veröffentlichter Versuch am Menschen

 

Eine im Jahre 2017 veröffentlichte Studie lässt vermuten, dass die Cannabinoide der Hanfpflanze nicht nur im Versuch mit Tieren krebszellhemmend wirken können. 21 Patienten, die an einem erneut aufgetretenen Glioblastom litten, nahmen an dieser Studie teil, in deren Verlauf 12 Patienten das herkömmliche Chemotherapeutikum „Temozolomid“ und zusätzlich einen cannabinoidreichen Hanfextrakt als einfaches Mundspray erhielten. 9 weitere Patienten bekamen lediglich das “Temozolomid“ in Verbindung mit einem Placebo verabreicht.
Ein Jahr später waren von der Gruppe, die keinen Cannabisextrakt bekommen hatten, lediglich 53 Prozent noch am Leben. Von den Patienten, die neben dem Chemotherapeutikum auch den Cannabisextrakt erhalten hatten, betrug die Überlebensrate tatsächlich ganze 82 Prozent. Diese Studie wurde bisher leider erst dieses eine Mal veröffentlicht, was Anlass zu vielerlei Spekulationen bietet.
Eine weitere Studie ähnlicher Art, die Cannabis im Zusammenhang mit den Nebenwirkungen einer Krebserkrankung und der Chemotherapie untersuchte, wurde vor wenigen Jahren in Israel veröffentlicht. Innerhalb dieser Studie wurden in einem Zeitraumes von ca. zwei Jahren rund 3000 Krebspatienten mit Cannabis behandelt. Hier stellte sich heraus, dass zahlreiche Nebenwirkungen, darunter Übelkeit, Schmerzen und Angstgefühle, positiv auf die Behandlung mit einem Extrakt der Hanfpflanze ansprachen. Auch wenn diese Studien erst der Anfang einer Reihe zukünftiger Studien und Untersuchungen an Menschen sein mögen, so lassen sie doch hoffen, dass weitere Studien im Hinblick auf CBD und seinem Einfluss auf Krebszellen und/oder einer palliativen Begleitbehandlung folgen und sein therapeutisches Potential belegen werden.

 

CBD bei durch Tabakrauch entstandenem Krebs

 

Das Protein Cytochrom P450 1A1 verursacht im Menschen in niedrigen Dosen kaum Probleme. In hohen Dosen, wie sie häufig bei Rauchern vorkommen, ist CYP1A1 jedoch stark krebserregend. CBD scheint aber das vermehrte Vorkommen dieses Proteins verhindern zu können, indem es an das Protein, ähnlich wie an einen Rezeptor, bindet. Hier könnte man von einer präventiven Wirkung des CBDs, welches zahlreichen Anwendern vom CBD-Öl her bekannt ist, sprechen. Während ein weiteres Cannabinoid der Hanfpflanze bereits bestehende Tumorzellen zum Schrumpfen bringen soll, scheint CBD die Entstehung neuer Tumorzellen verhindern zu können. Interessant ist hierbei, dass ein Extrakt, in dem sämtliche Cannabinoide und andere Inhaltstoffe enthalten sind, auch hier durch einen synergistisch ganzheitlichen Entourage-Effekt eine höhere therapeutische Wirksamkeit auszuüben scheint. Auch Dr. David Meiri, der die bisher größte israelische Studie über Cannabis in der Behandlung von Krebspatienten leitet, empfiehlt terpen- und flavonoidreiche Sorten, die einen synergistischen Effekt ausüben. Eine frühere Studie aus Großbritannien belegte ebenfalls, dass durch das Zusammenwirken mehrerer Cannabinoide in der Behandlung an Leukämie erkrankter Zellen eine bessere Wirkung erzielt wird als durch einzelne, isolierte Präparate. Ob in Vitro, am Tier oder am Mensch getestet oder als Nahrungsergänzungsmittel: Ein breites, ganzheitliches Wirkspektrum hat auch beim CBD-Öl oder einem medizinischen Präparat stets mehr zu bieten als eine einzeln isolierte Komponente, welche aus dem großen Ganzen herausgenommen wurde.

 

CBD Im Kampf gegen Krampfanfälle

Während eines typischen Krampfanfalls kommt es für einige Zeit zu einem Verlust der Körperfunktionen. Oftmals fallen Betroffene dabei zu Boden und leiden unter diversen Zuckungen und Krämpfen. Es gibt jedoch auch unscheinbarere Krampfanfälle, die von der Außenwelt als solches gar nicht immer wahrgenommen werden. In schweren Fällen dagegen droht auch ein zeitweiliger Bewusstseinsverlust. Nicht immer handelt es sich bei Krampfanfällen um bekannte Epilepsieformen. Auch insulinpflichtige Diabetiker können bei einer massiven Unterzuckerung einen Krampfanfall erleiden. Bekannt und gefürchtet sind die Fieberkrämpfe bei Kindern oder auch Krampfanfälle, die nach einem Schlaganfall auftreten können. Gerade bei den kindlichen Formen von Epilepsie kommt seit einiger Zeit auch CBD aus dem Medizinalhanf zum Einsatz. Bislang ist CBD vor allem als Bestandteil von CBD-Öl bekannt geworden.

 

Was bei einem Krampfanfall im Gehirn passiert

 

In der Regel kommt es bei einem zerebralen Krampfleiden zu einem unkontrollierten, gleichzeitigen Entladen elektrischer Impulse und Signale, welches normalerweise koordiniert ablaufen sollte. Nicht immer gibt es einen bestimmten Auslöser, der für das Auftreten eines Anfalles verantwortlich ist. Bei der idiopathischen Epilepsie jedoch gibt es solche Auslöser, die der Betroffene, so dies in seiner Macht steht, meiden sollte. So können zum Beispiel optische Reize wie das Flimmern in einer Diskothek oder beim Fernsehen einen Krampfanfall begünstigen. Nicht immer bedeutet ein Krampfanfall, dass der Betroffene tatsächlich lebenslang an Epilepsie leidet. Denn auch psychischer Druck und Stress können zeitweise zu Krampfleiden führen, die nach Verschwinden des Stressfaktors ebenfalls wieder verschwinden.

 

Studien zu CBD bei Krampfanfällen

 

Cannabidiol besitzt nicht nur nervenzellschützende Eigenschaften, sondern soll auch eine antiepileptische Wirkung ausüben können, wie diesbezügliche Tierversuche und evidenzbasierte Studien vermuten lassen.

So werden seit einiger Zeit bereits erblich bedingte Formen von Epilepsie, die überwiegend im Kindesalter auftreten (besonders das Dravet-Syndrom, das Angelmann-Syndrom und das Lennox-Gastaud-Syndrom), mit CBD-haltigen Präparaten behandelt.

CBD soll in Studien bei über 80 Prozent der an kindlicher Epilepsie leidender Kinder die Häufigkeit und die Intensität der Krampfanfälle reduzieren können. Doch wie konkret CBD bei Krampfanfällen helfen kann, zeigt unter anderem die Geschichte der kürzlich an Covid 19 verstorbenen Charlotte Figi.

 

Die Geschichte der Charlotte Figi

 

Als die in den USA lebende, kleine Charlotte Figi 6 Jahre alt wurde, litt sie immer mehr unter massiv ausgeprägten Krampfanfällen. Pro Woche sollten es mitunter mehr als 300 Anfälle gewesen sein. Den ersten Anfall bekam sie bereits mit 3 Monaten und dieser soll eine halbe Stunde gedauert haben. Die Diagnose „Dravet-Syndrom“ wurde dann gestellt, als die kleine Charlotte etwa zwei Jahre alt war.

Doch trotz zahlreicher Antiepileptika nahmen die Anzahl und die Heftigkeit der Krampfanfälle immer weiter zu. Die Situation schien hoffnungslos zu sein, bis die Familie irgendwann in einem Geschäft für medizinisches Cannabis ein CBD-Öl mit einem besonders hohen Gehalt an Cannabidiol erwarb und dieses Charlotte von nun an regelmäßig verabreichte.

Von nun an reduzierten sich die schweren Anfälle von weit über 300 pro Woche auf zwei bis drei leichtere Anfälle pro Monat. Dank dieser, damals in Olivenöl gelösten, CBD-Tropfen dieses Medizinalhanfs konnte sie noch lange Jahre ein nahezu „normales“ Leben führen. Später wurde daraufhin sogar eine medizinisch wirksame Hanfsorte nach ihr (Charlottes Web) benannt. Charlotte galt zu Lebzeiten als der lebende Beweis für die therapeutische Wirksamkeit von CBD im Hinblick auf Krampfanfälle und kindliche Epilepsie. Vor fast genau einem Jahr erkrankten mehrere ihrer Familienmitglieder an Covid 19. Auch Charlotte wurde krank und starb an den Folgen dieses Coronavirus. Doch ihre Geschichte wird für immer ein Symbol dafür sein, dass das CBD in der Hanfpflanze selbst bei scheinbar unheilbaren Krankheiten wie diesen schweren Krampfanfällen mitunter doch unerwartete Hilfe bieten kann.

 

Die Cannabinoid-Rezeptoren des Gehirns

 

Der präsynaptische CB1-Rezeptor soll in der Lage sein, überaktive Synapsen in ihrer Funktion zu hemmen. Bei einer zu hohen Ausschüttung von Neurotransmittern werden durch die Postsynapse körpereigene Cannabinoide freigesetzt, die am CB1-Rezeptor binden und dadurch die Produktion und Ausschüttung der Transmitter reduzieren. Auch die Cannabinoide der Hanfpflanze können an diese Rezeptoren binden und so scheinbar über eine sogenannte „Rückkopplungsschleife“ eine antikonvulsive Wirkung ausüben.

Vor allem während eines Krampfanfalles sollen Cannabinoide die Überaktivität der entsprechenden Synapsen beenden und regelrecht abschalten können. Dies konnte in Tierversuchen eindeutig belegt werden. Besonders für den gefährlichen „Status epilepticus“ könnte diese krampflösende Fähigkeit der Cannabinoide wie CBD, welches ebenso im CBD-Öl aus dem Nutzhanf enthalten ist, von großem Interesse sein.

Beim Status epilepticus kommt es entweder zu einem besonders langanhaltenden epileptischen Krampfanfall oder mehreren schweren Anfällen hintereinander, die innerhalb kürzester Zeit auftreten. Dies kann schwere Hirnschäden und auch den Tod des Betroffenen zur Folge haben, wenn er nicht sofortige medizinische Hilfe erhält. Meist kommen hier Barbiturate und ähnliche starke Medikamente zum Einsatz. Wenn CBD aus dem Medizinalhanf hier tatsächlich eine nebenwirkungsarme Alternative wäre, wie es bei Charlotte Figi wohl der Fall war, wäre vielen Menschen geholfen.

 

Dokumentierte Behandlungserfolge mit CBD

 

Eine israelische Studie bestätigte unlängst, dass CBD eine positive Wirkung auf die Intensität der Krampfanfälle Betroffener ausüben kann. Während die Krampfanfälle kaum noch auf herkömmliche Standardmedikamente ansprachen, konnten die Anfälle vor allem bei Kindern um signifikante 89 Prozent verringert werden. Einige der Patienten blieben sogar gänzlich anfallsfrei.

Andere Studien über die Behandlungserfolge von CBD bei Kindern, die entweder am Dravet-Syndrom oder Lennox-Syndrom und weiteren Epilepsieformen litten, wurden auf einer akademischen Tagung im Jahre 2015 diskutiert und belegten erste Erfolge bereits nach vier Wochen der Einnahme. So konnten die Krampfanfälle bereits nach einem Monat der regelmäßigen Einnahme bei über 40 Prozent der Probanden um mehr als die Hälfte reduziert werden. Etwa 9 Prozent der betroffenen Kinder sollen demnach sogar völlig anfallsfrei geblieben sein.

 

CBD in der Behandlung des Angelmann-Syndroms

 

Auch in der Behandlung des Angelmann-Syndroms, welches unter anderem mit einer verzögerten psychomotorischen Entwicklung, eingeschränkter Sprachfähigkeit und meist arzneimittelresistenter Epilepsie einhergeht, könnte eventuell mit CBD eine alternative Behandlungsmethode gefunden worden sein. Immerhin ist CBD in den USA seit 2018 für die Behandlung zweier seltener Epilepsieformen, darunter auch das Angelmann-Syndrom, zugelassen. Dies macht Hoffnung, dass auch in Zukunft weitere Studien die vielfältigen Wirkungen der Hanfpflanze und ihrer Cannabinoide belegen. Auch wenn es sich bei dem frei verkäuflichen CBD-Öl um ein Nahrungsergänzungsmittel aus dem Nutzhanf und nicht um ein medizinisches Präparat handelt, sind doch mittlerweile zahlreiche Anwender davon überzeugt, dass sich durch die regelmäßige Einnahme zumindest ihre Lebensqualität erheblich gebessert hat.

 

 

CBD-Öl und Darmbeschwerden

Gerade in den westlichen Industrieländern klagen viele Menschen immer wieder über Verdauungsprobleme zahlreicher Art. So kommt es oftmals zu harmloseren Beschwerden wie Verstopfung oder Blähungen, aber auch chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn oder das mit Geschwüren einhergehende Colitis Ulcerosa. Auch das sogenannte Reizdarm-Syndrom ist heute öfter anzutreffen als vielleicht noch vor 20 Jahren.

Ob hieran eine gestörte Darm-Hirn-Kommunikation oder auch eine schlecht besiedelte Darmflora ursächlich beteiligt sind, ist bis heute nicht eindeutig geklärt und wohl auch von Fall zu Fall verschieden.

Auch überempfindliche Darm-Nervengeflechte bzw. ein erhöhtes Schmerzempfinden könnten eine Rolle gerade beim Reizdarm-Syndrom spielen. Kann Kann das CBD, welches vor allem durch das beliebte CBD-Öl bekannt geworden ist, hierbei empfehlenswert sein?

 

Stress ist mit Sicherheit auch ein Faktor, der Darmprobleme fördern kann. Oftmals kommt es beim Reizdarm vorerst nicht zu diagnostizierbaren Veränderungen des Darms und so wird gern von einer rein funktionellen Störung gesprochen, die psychisch bedingt sei. Nicht leicht für die Patienten, die sich teilweise kaum noch aus dem Haus trauen, da nicht überall eine Toilette in greifbarer Nähe ist. Denn zahlreiche entzündliche Darmbeschwerden wie Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehen unter anderem mit unwillkürlichen und schmerzhaften Durchfällen einher. Im Darm sitzt jedoch nicht nur das Immunsystem. In vielen Kulturen wird der Darm auch als Sitz oder Spiegel der Seele gesehen. Dies ist gar nicht so weit hergeholt: Kommuniziert doch der Darm über das Nervensystem auch mit Teilen des Gehirns und beeinflusst auch so das psychische Befinden.

Dies würde ebenfalls erklären, weshalb ein Tee nicht nur den Darm, sondern ebenso die Nerven beruhigen kann, ohne dass hierfür Substanzen die Blut-Hirn-Schranke überwinden müssten. Kann CBD, wie im CBD-Öl enthalten, womöglich durch seine entspannende und entzündungshemmende Wirkung ebenfalls bei Darmbeschwerden helfen?

 

CBD: Immunmodulierend und entzündungshemmend

 

Gerade in Bezug auf das Reizdarm-Syndrom, das besonders eng mit dem psychischen Wohlbefinden zu tun haben soll, scheint CBD ein Hoffnungsträger der Alternativmedizin zu sein. So gab es vor wenigen Jahren einen Artikel im „Phytotherapy Research“, der Cannabis einen positiven Einfluss beim Reizdarm zuschreibt. Gerade sein regulierender Effekt auf Immunantworten könnte hierbei eine Rolle spielen. Damit einher geht ja auch ein entzündungshemmender Effekt. Denn eine Entzündung kommt nicht von außen. Sie ist eine, im Grunde wichtige, Reaktion des Körpers auf einen Reiz, dem er zuvor ausgesetzt war. Fällt jedoch die Immunantwort zu heftig aus oder reagiert der Körper auf köpereigene Substanzen oder Gewebe, wird eine Entzündung zum Problem. Cannabidiol, welches vor allem durch das Nahrungsergänzungsmittel CBD-Öl bekannt geworden ist, soll jedoch überschießende Immunantworten regulieren und im Gleichgewicht halten können. Zudem scheint es einen positiven Einfluss auf die Neuro-Immun-Achse ausüben und Darmentzündungen eindämmen zu können.

 

CBD-Öl und körpereigene Rezeptoren

 

Das endocannabinoide System weist zahlreiche Rezeptoren auf, die im gesamten Körper verteilt sind.
Im Darm sind ebenso etliche Rezeptorstellen angesiedelt. CBD und weitere Cannabinoide der Hanfpflanze können diese Rezeptoren besetzen und üben so einen Einfluss auf viele Funktionen aus.
So ergab eine erst 2016 durchgeführte Studie, dass das Cannabidiol aus dem Medizinalhanf einen hemmenden Einfluss auf das sogenannte FAAH-Enzym ausübt und so eine Entzündung des Darms verhindert bzw. eindämmt.

Ob dies auch für das CBD im CBD-Öl gilt, welches als Nahrungsergänzungsmittel immer beliebter wird, ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Nicht wenige Anwender jedoch berichten von einer stetigen Zunahme der Lebensqualität nach regelmäßiger Anwendung. Und dies ist jedenfalls mehr als wünschenswert.

CBD-Öl: Hoffnungsschimmer auch bei Alzheimer?

 

Nicht jeder wird im Alter dement oder bekommt gar Morbus Alzheimer, eine ganz besondere Form der Demenz. Demenz ist der Begriff für eine Beeinträchtigung der Gedächtnisleistung, des Denkvermögens oder weiterer Leistungen, die dem Gehirn zugeschrieben werden. So unterschiedlich die Ursachen ausfallen können, so unterschiedlich sind auch die verschiedenen Formen von Demenz. Wenn auch Morbus Alzheimer die bekannteste und gefürchtetste Form von Demenz ist, so ist sie doch längst nicht die einzige. Nicht immer lässt sich ein solcher Prozess vermeiden oder auch nur verlangsamen. Doch es gibt einige interessante Ansätze, die Hoffnung machen. Zu ihnen gehört die Behandlung mit CBD, dem Cannabinoid der Hanfpflanze, welches unter Anwendern von CBD-Öl bereits recht populär geworden ist.

 

Primäre und sekundäre Formen der Demenz

 

Zu den am häufigsten vorkommenden Formen der Demenz gehören:

  1. Der Morbus Alzheimer
  2. Die Vaskuläre Demenz
  3. Die Frontotemporale Demenz
  4. Die Lewy-Body-Demenz

Allen diesen Formen gemeinsam ist der Verlust geistiger Leistungsfähigkeit, wobei sich weitere, einzelne Symptome bei unterschiedlichen Demenzformen auch recht unterschiedlich zeigen können.

 

Bei einer primären Demenz kommt es schrittweise zu einem Absterben von Gehirnzellen, während die sekundäre Demenz als Folge beispielsweise einer Erkrankung, eines Nährstoffmangels oder seltener auch eines Unfalls anzusehen ist. Statistisch gesehen sind Frauen wesentlich häufiger von Demenz betroffen als Männer. Die primären Demenzformen gelten als nicht heilbar. Sekundäre Demenzformen, die unter anderem als Folge einer Erkrankung auftreten, können nach erfolgreicher Ursachenbehandlung mitunter geheilt werden.

 

Morbus Alzheimer gilt als am häufigsten vorkommende primäre Demenzform und geht, wie viele andere Demenzformen auch, mit einer Verhaltensänderung, oftmals auch mit Depressionen einher.

 

CBD bei Morbus Alzheimer

 

Statistisch gesehen erleiden etwa 30 Prozent der Menschen, die älter als 80 Jahre alt sind, an dieser Form der Demenz. Dabei kommt es zu einem Verlust an Neuronen im Gehirn, ausgelöst durch die Ablagerungen bestimmter Eiweißverbindungen.
Als Hauptrisiken gelten vor allem das Alter als solches, ferner dauerhaft zu hohe Cholesterinwerte, eine Verkalkung und Verengung der Gefäße und einige Faktoren mehr. Es kommt zu immer häufiger auftretenden Problemen mit dem Kurzzeitgedächtnis, dem Gefühl der Orientierungs- und Hilflosigkeit, Störungen der Kommunikation wie beispielsweise Wortfindungsstörungen und zu einem oftmals erschreckenden Wandel der Persönlichkeit des Betroffenen. Hinzu können depressive Phasen und eine Schwächung des Immunsystems kommen.
Morbus Alzheimer gilt als nicht heilbar und wird lediglich symptomatisch behandelt. Dies bedeutet, dass versucht wird, die unterschiedlichen Symptome in Schach zu halten, der Prozess jedoch unweigerlich voranschreitet.

 

Jüngste Forschungen mit dem Cannabinoid CBD aus der Hanfpflanze scheinen überraschende Ergebnisse mit CBD-basierter Medizin bei Alzheimer zu bringen.

 

Plaques als Ursache für Alzheimer-Demenz

 

Bei Morbus Alzheimer lagern sich im Gehirn bestimmte Proteine, sogenannte Plaques, ab. Diese Plaques, es handelt sich vor allem um Beta-Amyloid, werden mit dem Entstehen der Erkrankung in Zusammenhang gebracht. Wie und warum es zu dieser Plaquebildung- und Ablagerung kommt, ist bislang nicht gänzlich erforscht. Ob die Ernährung, Medikamente, genetische Dispositionen oder mehrere Faktoren zugleich eine Rolle spielen, kann bisher nicht eindeutig erwiesen werden. Forschungen mit CBD und weiteren Cannabinoiden aus der Hanfpflanze sollen hier vielversprechende Ergebnisse vorweisen können. So soll es unter der Behandlung mit CBD unter anderem zu einer Neutralisierung der Freien Radikale kommen, Entzündungen reduziert werden und das Gehirn vor allem von dem schädlichen Protein Beta-Amyloid befreit werden. Insgesamt scheint CBD, das bekannteste Cannabinoid im CBD-Öl, eine neuroprotektive, also nervenzellschützende, Wirkung zu besitzen.

 

CBD-Öl und die Wirkung von CBD bei Alzheimer

 

Die giftige Plaquebildung im Gewebe des Nervensystems des Gehirns gehen mit hochgradigen Entzündungen einher. Auch hier konnten Forschungen positive Ergebnisse mit den Cannabinoiden der Hanfpflanze erzielen. Diese sollen vor allem neuronenschädigende Entzündungen im Gehirn blockieren. Dr. David Schubert, der diese Studie 2008 leitete, vermutet, dass die Phytocannabinoide der Hanfpflanze, wie beispielsweise CBD ein hohes therapeutisches Potential im Hinblick auf eine Behandlung bei Morbus Alzheimer besitzen.

 

CBD-Öl im Kampf gegen Symptome

 

Auch wenn Morbus Alzheimer trotz aller Bemühungen und Forschungen nach wie vor nicht heilbar ist, so können, entsprechenden Forschungen zufolge, Cannabinoide wie CBD in Verbindungen mit weiteren Cannabinoiden der Hanfpflanze etliche Symptome lindern. Darunter auch psychische wie beispielsweise Depressionen, die oftmals bereits zu Beginn der Erkrankung auftreten. Ob sich durch die entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften von CBD eine bereits fortgeschrittene Erkrankung aufhalten lässt oder das Entstehen der Erkrankung gar verzögern oder vermeiden lässt, bleibt als Gegenstand weiterer Forschungen abzuwarten.

 

CBD-Öl und sein Einfluss auf die Durchblutung

 

Eine gute Durchblutung im Gehirn ist für die Gesundheit der Neuronen ebenfalls unerlässlich. Studien belegen, dass CBD die CB2-Rezeptoren anregen kann und auf diesem Weg auch einen positiven Einfluss auf die Durchblutung des Gehirns ausüben könnte. Dies kann sich ebenso unterstützend auf die Tätigkeit der Nervenzellen auswirken. Denn eine gute Durchblutung hat automatisch auch eine bessere Versorgung mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen zur Folge. Auch Anwender von CBD-Öl berichten immer wieder von einer verbesserten Konzentrations- und Leistungsfähigkeit nach der regelmäßigen Einnahme von CBD-Öl.

 

CBD-Öl und Studien zu Alzheimer und Demenz

 

Dank seiner zahlreichen Eigenschaften, die sich positiv und unterstützend auf das Nervengewebe des Gehirns auswirken, scheint Cannabidiol doch eine vielversprechende Substanz für an Alzheimer oder Demenz erkrankten Menschen sein zu können. Neben seiner angstlindernden und entspannenden Wirkung, ist auch sein positiver Einfluss auf Depressionen bei Alzheimer ein wichtiger Gegenstand entsprechender Forschungen.

 

Wenn auch hier weitere, evidenzbasierte Studien notwendig sind, um Vermutungen zu untermauern und sichere Belege für seine therapeutische Wirksamkeit zu finden, ist doch der ganzheitliche Ansatz dieser Forschungen unverkennbar.
Denn hier geht es vielmehr nicht um eine einzelne Substanz, sondern um eine synergistische Wirkung, die als „Entourage-Effekt“ bezeichnet wird. Einmal zeigen sämtliche Phytocannabinoide eine individuelle Wirkung und zum anderen ist die erwähnte synergistische Wirkung oftmals eine andere. Eine 2016 durchgeführte Studie, die an 11 Patienten mit Alzheimer-Demenz litten, zeigte nach einer Behandlung mit einem weiteren Cannabinoid eine signifikante Besserung von typischen Alzheimer-Symptomen an. Es ist also nicht das CBD allein, welches sich hier als hilfreich erweisen könnte. Durch die schonende Herstellung hochwertigen CBD-Öls ist dieser synergistische Effekt auch unter Anwendern von CBD-Öl bekannt und scheint in seriösen Studien immer wieder nachgewiesen zu werden. Alles in allem macht dies Hoffnung, dass es eines Tages doch zu einem Durchbruch in der Behandlung von Alzheimer und weiteren Demenzerkrankungen geben wird.