CBD-Öl und Darmbeschwerden

Gerade in den westlichen Industrieländern klagen viele Menschen immer wieder über Verdauungsprobleme zahlreicher Art. So kommt es oftmals zu harmloseren Beschwerden wie Verstopfung oder Blähungen, aber auch chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn oder das mit Geschwüren einhergehende Colitis Ulcerosa. Auch das sogenannte Reizdarm-Syndrom ist heute öfter anzutreffen als vielleicht noch vor 20 Jahren.

Ob hieran eine gestörte Darm-Hirn-Kommunikation oder auch eine schlecht besiedelte Darmflora ursächlich beteiligt sind, ist bis heute nicht eindeutig geklärt und wohl auch von Fall zu Fall verschieden.

Auch überempfindliche Darm-Nervengeflechte bzw. ein erhöhtes Schmerzempfinden könnten eine Rolle gerade beim Reizdarm-Syndrom spielen. Kann Kann das CBD, welches vor allem durch das beliebte CBD-Öl bekannt geworden ist, hierbei empfehlenswert sein?

 

Stress ist mit Sicherheit auch ein Faktor, der Darmprobleme fördern kann. Oftmals kommt es beim Reizdarm vorerst nicht zu diagnostizierbaren Veränderungen des Darms und so wird gern von einer rein funktionellen Störung gesprochen, die psychisch bedingt sei. Nicht leicht für die Patienten, die sich teilweise kaum noch aus dem Haus trauen, da nicht überall eine Toilette in greifbarer Nähe ist. Denn zahlreiche entzündliche Darmbeschwerden wie Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gehen unter anderem mit unwillkürlichen und schmerzhaften Durchfällen einher. Im Darm sitzt jedoch nicht nur das Immunsystem. In vielen Kulturen wird der Darm auch als Sitz oder Spiegel der Seele gesehen. Dies ist gar nicht so weit hergeholt: Kommuniziert doch der Darm über das Nervensystem auch mit Teilen des Gehirns und beeinflusst auch so das psychische Befinden.

Dies würde ebenfalls erklären, weshalb ein Tee nicht nur den Darm, sondern ebenso die Nerven beruhigen kann, ohne dass hierfür Substanzen die Blut-Hirn-Schranke überwinden müssten. Kann CBD, wie im CBD-Öl enthalten, womöglich durch seine entspannende und entzündungshemmende Wirkung ebenfalls bei Darmbeschwerden helfen?

 

CBD: Immunmodulierend und entzündungshemmend

 

Gerade in Bezug auf das Reizdarm-Syndrom, das besonders eng mit dem psychischen Wohlbefinden zu tun haben soll, scheint CBD ein Hoffnungsträger der Alternativmedizin zu sein. So gab es vor wenigen Jahren einen Artikel im „Phytotherapy Research“, der Cannabis einen positiven Einfluss beim Reizdarm zuschreibt. Gerade sein regulierender Effekt auf Immunantworten könnte hierbei eine Rolle spielen. Damit einher geht ja auch ein entzündungshemmender Effekt. Denn eine Entzündung kommt nicht von außen. Sie ist eine, im Grunde wichtige, Reaktion des Körpers auf einen Reiz, dem er zuvor ausgesetzt war. Fällt jedoch die Immunantwort zu heftig aus oder reagiert der Körper auf köpereigene Substanzen oder Gewebe, wird eine Entzündung zum Problem. Cannabidiol, welches vor allem durch das Nahrungsergänzungsmittel CBD-Öl bekannt geworden ist, soll jedoch überschießende Immunantworten regulieren und im Gleichgewicht halten können. Zudem scheint es einen positiven Einfluss auf die Neuro-Immun-Achse ausüben und Darmentzündungen eindämmen zu können.

 

CBD-Öl und körpereigene Rezeptoren

 

Das endocannabinoide System weist zahlreiche Rezeptoren auf, die im gesamten Körper verteilt sind.
Im Darm sind ebenso etliche Rezeptorstellen angesiedelt. CBD und weitere Cannabinoide der Hanfpflanze können diese Rezeptoren besetzen und üben so einen Einfluss auf viele Funktionen aus.
So ergab eine erst 2016 durchgeführte Studie, dass das Cannabidiol aus dem Medizinalhanf einen hemmenden Einfluss auf das sogenannte FAAH-Enzym ausübt und so eine Entzündung des Darms verhindert bzw. eindämmt.

Ob dies auch für das CBD im CBD-Öl gilt, welches als Nahrungsergänzungsmittel immer beliebter wird, ist wissenschaftlich bislang nicht belegt. Nicht wenige Anwender jedoch berichten von einer stetigen Zunahme der Lebensqualität nach regelmäßiger Anwendung. Und dies ist jedenfalls mehr als wünschenswert.

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