CBD-Öl und der Entourage-Effekt

Zahlreiche Studien weisen immer wieder darauf hin, dass die Inhaltsstoffe der Hanfpflanze miteinander agieren und sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinflussen, indem sie sich hemmen oder in ihrer Wirkung fördern. Teilweise könnten manche Inhaltsstoffe auch ähnlich wie ein Katalysator auf andere Inhaltsstoffe wirken, ohne selbst verbraucht oder verändert zu werden.

Zu den Inhaltsstoffen, die beispielsweise mit den Cannabinoiden agieren, gehören die Terpene wie das Mycren und das Caryophyllen, welches bei der Linderung von Ängsten beteiligt sein soll. Andere Terpene wiederum scheinen beispielsweise in Verbindung mit bestimmten Cannabinoiden potenzielle Krankheitserreger bekämpfen oder einen positiven Einfluss bei Akne ausüben zu können.

Je mehr unterschiedliche Substanzen aus der Hanfpflanze auch in einem Vollspektrum CBD Öl enthalten sind, desto umfangreicher scheint auch das Wirkspektrum der Phytocannabinoide zu sein. Diesen ganzheitlichen Wirkkomplex eines Vollspektrum CBD-Öls nennt man in der Cannabisforschung den „Entourage-Effekt“.

Ein ganzheitliches CBD-Öl

Sowohl das Endocannabinoidsystem des Menschen als auch das Phytocannabinoidsystem in der Cannabispflanze arbeiten synergistisch. Wenn nicht nur die Cannabinoide unter- und miteinander wirken, sondern auch die Terpene und andere Inhaltsstoffe der Pflanze an dem synergistisch wirkenden Entourage-Effekt im 
CBD-Öl beteiligt sind, wirkt ein ganzheitlicher Extrakt tatsächlich mehr und auch anders als einzelne, isolierte Substanzen. Dies ist ein Grund dafür, warum nicht nur in der Naturmedizin oder Phytotherapie häufig Ganz-Pflanzen-Extrakte oder Tinkturen zum Einsatz kommen. Auch Anwender eines nicht medizinischen Produktes wie beispielsweise eines CBD-Öls sind oft aufgrund des Entourage-Effekts von der höheren Wirksamkeit eines Vollspektrum CBD-Öls überzeugt.

Was bewirken Terpene im CBD-Öl?

Terpene gehören zu den sekundären Inhaltsstoffen, die vor allem in pflanzlichen Organismen vorkommen und dort für den Duft und auch Geschmack dieser Pflanzen verantwortlich sind. Aber auch einige Vitamine oder Pheromone zählen zu den Terpenen. Vor allem Pflanzen mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen wie beispielsweise viele Gewürzkräuter enthalten solche Terpene. Heute sind über 8.000 Terpene und mehr als 30.000 Terpenoide bekannt.
Auch Terpene selbst sollen eine medizinische Wirkung entfalten können, denn sie sind so klein, dass sie tatsächlich sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden können.
Ein wichtiges Terpen ist beispielsweise das Beta-Caryophyllen, das ebenfalls in einem Vollspektrum CBD-Öl enthalten ist und die CB2-Rezeptoren im Endocannabinoidsystem aktivieren soll. Es soll ebenso antientzündlich und schmerzreduzierend wirken.

Flavonoide im CBD-Öl

Auch Flavonoide sind in der Hanfpflanze und daher auch im CBD-Öl enthalten. Flavonoide im CBD-Öl, die auch als Cannaflavine bezeichnet werden, sind ebenso pharmakologisch wirksam. Sie wirken zum Teil entzündungshemmend und interagieren mit zahlreichen Rezeptoren im Endocannabinoidsystem. Vielen Flavonoiden werden sogar antioxydative Wirkungen zugeschrieben.

Chemisch gesehen handelt es sich bei Flavonoiden um Moleküle, die aus zwei Kohlenstoffketten bestehen und unter anderem die Pflanze vor schädlicher UV-Strahlung beschützen sollen. Mehr als 8.000 verschiedene Flavonoide sind mittlerweile bekannt, wenngleich auch deren Wirkungsweisen bislang noch längst nicht erforscht wurden.

Im Organismus sollen Flavonoide neben ihrer antientzündlichen Wirkung auch krampflösende, durchblutungsfördernde und weitere medizinische Effekte entfalten können.

Ein komplexes Zusammenspiel

Ähnlich wie bei einem Musikorchester, bei dem erst die unterschiedlichen Instrumente gemeinsam den vollen Hörgenuss garantieren, entfaltet ein CBD-Öl, welches nahezu sämtliche Inhaltstoffe der Hanfpflanze aufweist, eben auch ein größeres Wirkspektrum im Organismus. So ist das CBD im Vollspektrum CBD-Öl eingebettet in ein großes Ganzes, das wie der Mensch auch eine harmonische Einheit bildet.