CBD-Öl und die Umwandlung von CBDA

Einige Cannabinoide in der Hanfpflanze sind vorerst als Säure in der Hanfpflanze enthalten. So auch das CBD, welches erst durch einen bestimmten Prozess in seine phenolische Form umgewandelt wird. Die CBD-Säure (CBDA) unterscheidet sich von CBD nicht nur in ihrer chemischen Struktur. Auch die Carbonsäure CBDA hat einen spezifischen Effekt auf das Endocannabinoidsystem. So soll sie unter anderem antitumoröse und antientzündliche Eigenschaften aufweisen und zudem gegen Übelkeit und Erbrechen wirksam sein. Durch Prozesse wie beispielsweise das Erhitzen bei der Herstellung von CBD-Öl kommt es bei der Cannabidiolsäure zu einer Abspaltung von Kohlendioxyd. Dieser Vorgang wird als Decarboxylierung bezeichnet und führt zu einer Umwandlung von CBDA in CBD.

Eine Decarboxylierung ist eigentlich ein natürlicher Prozess der Alterung

In der Natur kommt es bei Pflanzen durch das Einwirken von Hitze oder auch Sonnenlicht immer wieder zu Umwandlungsprozessen. Wenn CBD-haltige Hanfpflanzen über einen längeren Zeitraum gelagert werden und unter Einwirkung von Sonnenlicht welken und trocknen, kommt es ebenfalls zu einer Decarboxylierung.

Enthält ein CBD-Öl noch immer CBDA?

Auch in einem qualitativ hochwertigen CBD-Öl können immer noch Spuren von CBDA enthalten sein und das ist auch gut so.
Gerade die Kombination verschiedener Cannabinoide und ihrer Vorstufen, sowie andere wertvolle Inhaltstoffe machen ein Vollspektrum CBD-Öl aus, da hier alle pflanzlichen Komponenten miteinander wirken und sich so gegenseitig effektiv unterstützen und ergänzen. Auch wenn in zahlreichen Berichten davon die Rede ist, dass CBDA weniger wirkungsvoll als das umgewandelte CBD sein soll, muss man doch sagen, dass dies so nicht stimmt! Ohne CBDA kein CBD! Und CBDA als Vorstufe ist genauso wertvoll wie die Vorstufen anderer Cannabinoide. Auch wenn die Cannabidiolsäure noch nicht ausgiebig erforscht wurde, nimmt man doch an, dass auch sie wesentliche, vorteilhafte Eigenschaften besitzt.

Ist die Cannabidiolsäure im CBD-Öl medizinisch wirksam?

Auch wenn Cannabinoide nicht als Heilmittel bei schweren Krankheiten wie Krebs eingesetzt werden, könnte es sein, dass sie einen positiven Einfluss im Hinblick auf die Ausbreitung dieser schweren Erkrankung hat. Vor allem die Vorstufe von CBD, das CBDA macht hier immer wieder von sich reden. Die Fachzeitschrift „Toxicology Letters“ veröffentlichte unlängst einen Artikel, in dem es um eine Studie bezüglich des Effektes von CBDA auf humane Brustzellen ging. Diesem Artikel war zu entnehmen, dass CBDA in der Lage sein könnte, die Migration von Krebszellen einzudämmen. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wird wohl CBD inklusive seiner Vorstufe CBDA demnächst wohl buchstäblich noch mehr in aller Munde sein.

Höhere Bioverfügbarkeit von CBD im CBD Öl durch CBDA?

Studien zu CBD und CBDA weisen darauf hin, dass es durch die Anwesenheit von CBDA zu einer höheren Bioverfügbarkeit von CBD kommen könnte. Es soll eventuell die Aufnahmefähigkeit um das Doppelte erhöhen. Fest steht, dass sowohl CBD als auch seine Vorstufe CBDA zum Teil die gleichen Rezeptoren besetzen und mit dem Endocannabinoidsystem interagieren. Eine Interaktion zwischen CBDA und dem 5-HT-Rezeptor, der für die Serotonin-Produktion verantwortlich ist, könnte seine scheinbar antiemetische (gegen Übelkeit) Wirkung erklären. Auch wenn andere Cannabinoide und deren Vorstufen ebenfalls noch nicht gänzlich erforscht sind, ist doch anzunehmen, dass ein CBD-Öl, in dem das volle Spektrum an Inhaltsstoffen enthalten ist, eine synergistische Wirkung entfaltet und dieser ganzheitliche „Entourage-Effekt“ auch in Zukunft noch viele Überraschungen bereithalten wird.