CBD und sein Einfluss auf Zytokine

CBD soll neben schmerzlindernden, entkrampfenden und weiteren therapeutischen Eigenschaften auch immunmodulierende Eigenschaften besitzen, die einen schädlichen Zytokinsturm, wie er bei Covid-19 aufzutreten scheint, eindämmen können sollen. Aus diesem Grund soll neuerdings das CBD, welches vielen Anhängern von CBD-Öl ein Begriff sein sollte, auch für die Forschung rund um den neuen Corona-Virus von Interesse sein. Cannabidiol scheint die Produktion des entzündungshemmenden Peptids Apelin aktivieren zu können. Dieses Peptid spielt bei der Regulation der Immunität, des Zentralen Nervensystems und anderer Funktionen und Organsysteme eine herausragende Rolle. Es scheint mit dem Endocannabinoidsystem ebenfalls zu korrelieren. Ein niedriger Apelin-Spiegel wird, ähnlich wie das Hybridhormon Vitamin D, mit einer überschießenden Immunantwort in Verbindung gebracht. Solche übermäßigen, unkontrollierten Reaktionen des Immunsystems können unter anderem für das Entstehen einer Autoimmunerkrankung wie die rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn oder Diabetes mellitus vom Typ 1 verantwortlich sein.

CBD als Immunmodulator

Einer Laborstudie zufolge besteht eventuell die Möglichkeit, dass CBD durch die genannte Peptiderhöhung den Zytokinsturm, also die übermäßige Ausschüttung von Zytokinen, auch einen positiven Einfluss auf den Verlauf einer Covid-19- Erkrankung ausüben könnte. Denn dieser wird nicht, wie fälschlicherweise viele glauben, durch das Virus selbst ausgelöst, sondern durch das körpereigene Immunsystem als Reaktion auf das Eindringen des Virus. Denn eine Entzündung ist erst einmal eine wichtige und gesunde Reaktion des Körpers, um beispielsweise Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Giftstoffe, zu eliminieren und aus dem Körper zu befördern. Nicht immer kommt es dabei zu Überreaktionen des Immunsystems. Oftmals verlaufen solche Reaktionen völlig angemessen. Doch im Falle einer Überreaktion kann eine solche, wie man an schweren Covid-19-Verläufen sieht, auch schnell tödlich enden.

CBD und sein Einfluss auf das akute Atemnotsyndrom (ARDS)

Der sogenannte Zytokinsturm, von dem man immer wieder im Hinblick auf schwere Covid-19-Verläufe mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS) hört, soll eben für die Schwere eines solchen Krankheitsverlaufes verantwortlich sein. Unlängst gab es einen Bericht aus dem Dental College und dem Medical College of Georgia mit der Annahme, dass sich CBD womöglich hemmend auf übermäßige Entzündungsreaktionen mit Lungenschäden beim akuten Atemnotsyndrom auswirken könnte. Zu einer diesbezüglichen Veröffentlichung kam es im “Cannabis and Cannabinoid Research”. Auch in einer an Mäusen erprobten Studie konnte das verabreichte CBD, welches ebenfalls im Nahrungsergänzungsmittel CBD-Öl enthalten ist, den Einfluss der entzündungsfördernden Zytokine hemmen sowie die Symptome ein akuten ARDS eindämmen.

Was genau sind Zytokine?

Bei den verschiedenen Zytokinen handelt es sich um kleine Eiweißmoleküle, die für die Koordination und Steuerung von Immunzellen verantwortlich sind. So aktivieren sie vor allem die Immunabwehr im Kampf gegen Infektionen und anderen Prozessen im Organismus. Wie bei vielen Prozessen ist auch hier das Maß darüber entscheidend, ob ein solcher Abwehrmechanismus sich schützend oder schädigend auf den Organismus auswirkt. Denn eine zu stark ausfallende Abwehrreaktion ist unter Umständen genauso schädlich wie eine zu geringe Abwehr. So konnte nachgewiesen werden, dass es bei einer akuten Entzündung nicht nur zu einer Erhöhung der Konzentration von Interleukin-6, einem wichtigen Zytokin, im Blut kommt. Auch im Liquor, der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, kommt es bei akuten Entzündungen zu einem signifikanten Anstieg dieses proinflammatorischen Zytokins, wie entsprechende Versuche belegen konnten.

Solche Entzündungsvorgänge werden mittlerweile sogar mit Depressionen und dem chronischen Müdigkeitssyndrom in Verbindung gebracht. Sollte CBD, das als Bestandteil von CBD-Öl durch die Geschichte der an Epilepsie schwer erkrankten Charlotte Figi weltweit an Beliebtheit gewann, hier regulierend eingreifen können, wäre tatsächlich vielen Menschen geholfen.

Die Aufgaben der Zytokine im Vergleich mit CBD und dem ECS

Die unterschiedlichen Zytokine sind sowohl an der unspezifischen als auch der spezifischen Immunabwehr beteiligt. Sie agieren als Botenstoffe der Kommunikation unter den Immunzellen. Somit können sie also Immunantworten anregen oder auch eindämmen. Dafür binden die Zytokine an dafür vorgesehene Rezeptoren, die sich auf der jeweiligen Zelloberfläche befinden. Damit werden innerhalb der Zelle entsprechende Reaktionen ausgelöst und Signale weitergeleitet. Dies erinnert an die Cannabinoide der Hanfpflanze oder die körpereigenen Cannabinoide, die ebenfalls an bestimmte Rezeptoren binden und mit dem Endocannabinoidsystem interagieren. Zahlreiche Vorgänge, in denen das endokrinologische System und das Nervensystem eine große Rolle spielen, funktionieren nach dem gleichen Schlüssel-Schloss-Prinzip.

CBD als Hoffnung für alternative Therapien

Ob CBD tatsächlich als therapeutisch begleitende Maßnahme bei schweren Covid-19-Verläufen in Frage kommt, muss die Zukunft zeigen. Die meisten Anwender, die regelmäßig ein hochwertiges CBD-Öl oder andere CBD-haltige Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise CBD-Kapseln oder CBD-Blüten (für Tee) zu sich nehmen, sind allerdings jetzt schon von den positiven Eigenschaften der Hanfpflanze und ihrer Cannabinoide überzeugt.