CBD und seine Wirkung auf Krebszellen

Neuere Studien lassen hoffen: Cannabidiol, welches die meisten als Inhaltsstoff im CBD-Öl kennen, soll eventuell einen hemmenden Einfluss auf Krebszellen ausüben können. Sollte CBD sich tatsächlich als in der Krebsprävention- und Behandlung als therapeutisch wirksam erweisen, wäre vielen Betroffenen sehr geholfen. Denn immerhin bestätigte die WHO unlängst seine Ungefährlichkeit in Sachen Nebenwirkungen und Suchtpotential.

 

CBD und die Nebenwirkungen der herkömmlichen Krebstherapie

 

Schulmedizinisch wird Krebs vor allem mittels Chemo- und Immuntherapie, Bestrahlung und, wenn möglich, Operationen zu Leibe gerückt. In der Naturheilkunde sind Erwärmungs- und Misteltherapie für ihre zeitweiligen Erfolge in der Krebsbehandlung bekannt geworden. Doch sind gerade die schulmedizinischen Methoden meist mit zahlreichen unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Bereits hier soll das Cannabidiol helfend eingreifen können. Immer wieder berichten Betroffene, dass sich nach der Einnahme eines hochdosierten CBD-Öls Anfälle von Übelkeit, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen stark reduzierten und sie sogar wieder neuen Appetit empfanden. Da CBD auch als angst-, schmerz- und krampflösend gilt und sich günstig auf Depressionen und Schlaflosigkeit ausüben soll, scheint es sich als echte Alternative zur begleitenden Behandlung bei einigen Krebsarten zu entpuppen. Doch welches therapeutische Potential steckt außerdem noch im CBD, das als Nahrungsergänzungsmittel in Form von CBD-Öl buchstäblich in aller Munde ist?

 

CBD als Angiogenese-Hemmer

 

Bereits vor rund 70 Jahren stellte man das erste Mal eine krebszellhemmende Wirkung von Cannabis fest. Tatsächlich belegen etliche Studien, dass Cannabidiol einen wachstumshemmenden Einfluss auf verschiedene Krebszellen ausüben kann. Darunter sollen sich vor allem die Krebszellen bei Gebärmutterhals- und Brustkrebs bei Frauen und Prostatakrebs bei Männern als empfindlich gegen CBD erwiesen haben. Aber auch einige Formen von Blutkrebs und maligne Hirntumoren sollen für die Behandlung mit CBD empfänglich sein. Womöglich kann CBD in den Stoffwechsel der Krebszellen eingreifen und so das Krebszellenwachstum hemmen. Cannabidiol soll nämlich die Angiogenese des Tumors verhindern können. Als Tumor-Angiogenese wird die Bildung von Blutgefäßen bezeichnet, durch die auch Tumorzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. CBD als möglicher Angiogenese-Hemmer scheint diese Gefäßneubildung zu verhindern, indem es dafür sorgt, dass sich die Tumorzellen nicht an die Gefäßwände „anschließen“ können. Somit wird der Tumor nicht mehr ausreichend versorgt, was ihn wahrscheinlich am Zellwachstum hindert. Ob ein niedrig dosiertes CBD-Öl als Nahrungsergänzungsmittel hier zumindest präventiv Einfluss nehmen kann, müssen zukünftige Untersuchungen zeigen.

 

CBD: Das verkannte Cannabinoid

 

Im Jahre 2018 wurde eine britische Studie veröffentlicht, in deren Verlauf der Effekt von synthetisch hergestelltem CBD auf an Krebs erkrankter Patienten untersucht wurde. Hier kam es bei etlichen Patienten zu signifikanten Verbesserungen. Bei einem Patienten konnte sogar eine 60%ige Abnahme der Tumormasse festgestellt werden. Aktuelle und zukünftige Studien mit CBD – ob synthetisch hergestellt oder aus dem Medizinalhanf gewonnen – werden mit Sicherheit mehr interessante Ergebnisse bringen. Dies wird auch das beliebte CBD-Öl aus dem Nutzhanf erneut ins Rampenlicht stellen, auch wenn dies als Nahrungsergänzungsmittel nicht als therapeutisch wirksam beworben werden darf. Dennoch berichten viele Anwender nach wie vor von positiven Erfahrungen, auch wenn dies von Seiten der Schulmedizin nicht immer ernstgenommen wird. Viele Pflanzen sind früher und noch heute ähnlich belächelt worden. Dennoch dienen sie als Vorreiter für zahlreiche medizinisch relevante Produkte – man denke nur an die Salicylsäure (im Aspirin) aus der Weidenrinde, das Johanniskraut, die Ringelblume und andere Pflanzen, die auch aus der Schulmedizin nicht mehr wegzudenken sind.

 

CBD und Krebszellen:
Erster veröffentlichter Versuch am Menschen

 

Eine im Jahre 2017 veröffentlichte Studie lässt vermuten, dass die Cannabinoide der Hanfpflanze nicht nur im Versuch mit Tieren krebszellhemmend wirken können. 21 Patienten, die an einem erneut aufgetretenen Glioblastom litten, nahmen an dieser Studie teil, in deren Verlauf 12 Patienten das herkömmliche Chemotherapeutikum „Temozolomid“ und zusätzlich einen cannabinoidreichen Hanfextrakt als einfaches Mundspray erhielten. 9 weitere Patienten bekamen lediglich das “Temozolomid“ in Verbindung mit einem Placebo verabreicht.
Ein Jahr später waren von der Gruppe, die keinen Cannabisextrakt bekommen hatten, lediglich 53 Prozent noch am Leben. Von den Patienten, die neben dem Chemotherapeutikum auch den Cannabisextrakt erhalten hatten, betrug die Überlebensrate tatsächlich ganze 82 Prozent. Diese Studie wurde bisher leider erst dieses eine Mal veröffentlicht, was Anlass zu vielerlei Spekulationen bietet.
Eine weitere Studie ähnlicher Art, die Cannabis im Zusammenhang mit den Nebenwirkungen einer Krebserkrankung und der Chemotherapie untersuchte, wurde vor wenigen Jahren in Israel veröffentlicht. Innerhalb dieser Studie wurden in einem Zeitraumes von ca. zwei Jahren rund 3000 Krebspatienten mit Cannabis behandelt. Hier stellte sich heraus, dass zahlreiche Nebenwirkungen, darunter Übelkeit, Schmerzen und Angstgefühle, positiv auf die Behandlung mit einem Extrakt der Hanfpflanze ansprachen. Auch wenn diese Studien erst der Anfang einer Reihe zukünftiger Studien und Untersuchungen an Menschen sein mögen, so lassen sie doch hoffen, dass weitere Studien im Hinblick auf CBD und seinem Einfluss auf Krebszellen und/oder einer palliativen Begleitbehandlung folgen und sein therapeutisches Potential belegen werden.

 

CBD bei durch Tabakrauch entstandenem Krebs

 

Das Protein Cytochrom P450 1A1 verursacht im Menschen in niedrigen Dosen kaum Probleme. In hohen Dosen, wie sie häufig bei Rauchern vorkommen, ist CYP1A1 jedoch stark krebserregend. CBD scheint aber das vermehrte Vorkommen dieses Proteins verhindern zu können, indem es an das Protein, ähnlich wie an einen Rezeptor, bindet. Hier könnte man von einer präventiven Wirkung des CBDs, welches zahlreichen Anwendern vom CBD-Öl her bekannt ist, sprechen. Während ein weiteres Cannabinoid der Hanfpflanze bereits bestehende Tumorzellen zum Schrumpfen bringen soll, scheint CBD die Entstehung neuer Tumorzellen verhindern zu können. Interessant ist hierbei, dass ein Extrakt, in dem sämtliche Cannabinoide und andere Inhaltstoffe enthalten sind, auch hier durch einen synergistisch ganzheitlichen Entourage-Effekt eine höhere therapeutische Wirksamkeit auszuüben scheint. Auch Dr. David Meiri, der die bisher größte israelische Studie über Cannabis in der Behandlung von Krebspatienten leitet, empfiehlt terpen- und flavonoidreiche Sorten, die einen synergistischen Effekt ausüben. Eine frühere Studie aus Großbritannien belegte ebenfalls, dass durch das Zusammenwirken mehrerer Cannabinoide in der Behandlung an Leukämie erkrankter Zellen eine bessere Wirkung erzielt wird als durch einzelne, isolierte Präparate. Ob in Vitro, am Tier oder am Mensch getestet oder als Nahrungsergänzungsmittel: Ein breites, ganzheitliches Wirkspektrum hat auch beim CBD-Öl oder einem medizinischen Präparat stets mehr zu bieten als eine einzeln isolierte Komponente, welche aus dem großen Ganzen herausgenommen wurde.

 

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